CDU Stadtverband Drolshagen
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Neuigkeiten
03.03.2017, 16:38 Uhr
„Lange Wartezeiten sind lebensgefährlich“
Drolshagener CDU fordert eigene Rettungswache für die Rosestadt
Drolshagen. Im Ernstfall können Sekunden entscheidend sein. Und wer im Notfall auf den Rettungswagen warten muss, für den werden aus Minuten Stunden. 25 Minuten musste Werner Schmidt aus Bleche kürzlich auf den Rettungswagen warten. Zu viel, findet die CDU in Drolshagen und fordert jetzt eine eigene Rettungswache für die Rosestadt.

 „Diese hohen Wartezeiten sind lebensgefährlich“, kritisiert Florian Müller, Chef der Drolshagener Christdemokraten. Eigentlich schreibt der Bedarfsplan für den Rettungsdienst im Kreis Olpe vor, dass Notfallpatienten innerhalb von 12 Minuten professionell erstversorgt werden sollen. Diese Wartezeit hatte sich bei Werner Schmidt aus Bleche mehr als verdoppelt. „Leider handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall. Wir wissen von weiteren Fällen, bei denen die Hilfsfrist von 12 Minuten deutlich überschritten wurde“, berichtet Müller. Den ehrenamtlichen „Helfern vor Ort“, die in besonderen Notfällen zusätzlich von der Olper Leitstelle alarmiert werden, sei die Vermeidung größerer Unglücke zu verdanken.

Beim Beschluss des Bedarfsplans für den Rettungsdienst im Kreis Olpe vor knapp einem Jahr, war bereits klar, dass Drolshagen sich hinsichtlich der Rettungsdienstversorgung in einer Sondersituation befindet. „Unsere sehr schöne kleinteilige Ortsstruktur ist eine Herausforderung für den Rettungsdienst“, weiß Michael Köhler. Der Hützemerter vertritt die Region um Bleche im Olper Kreistag. Aufgrund der 58 Drolshagener Ortschaften, die zum Teil an den Kreisgrenzen liegen, benötigt der Rettungswagen von seinem Standort in Olpe aus in einigen Fällen deutlich länger als die vorgeschriebenen 12 Minuten, um zum Einsatzort zu kommen.

„Wir haben vor knapp einem Jahr entschieden, dass wir die Einsätze in Drolshagen und die Einhaltung der Hilfsfrist genau beobachten wollen, auch weil wir organisatorische Änderungen vorgesehen hatten“, erläutert Köhler und zieht ein ernüchterndes Fazit: „Die Entwicklung gibt mehr Anlass zur Sorge als zur Entwarnung.“

Für die Drolshagener Christdemokraten ist daher klar: „Drolshagen braucht eine eigene Rettungswache“, fordern Müller und Köhler. Wichtig sei bei einer Neuregelung, so die Christdemokraten, dass auch kluge Lösungen für Tagesrandzeiten gefunden würden. „Ein Rettungswagen in Drolshagen der montags bis freitags zur normalen Arbeitszeit besetzt wird, hilft bei Notfällen in einer Samstagnacht nicht weiter“, so Müller. Kreistagsmitglied Michael Köhler will nun auf die Kreisverwaltung zugehen: „Wir müssen schnell konstruktive Lösungen finden, um künftig diese langen Wartezeiten zu vermeiden.“